Ein neuer Feind für Kreative lauert mittlerweile an jeder Ecke im Netz. Kein gefährtlicher Feind, eher Nachbars Dackel, der seinen letzten sexuellen Frühling an den Schienenbeinen der lichter werdenden Besucherschar auslebt. War analoge Fotografie in den letzten Jahren vor allem eine Kunstform, die technisch und kreativ versierten Köpfen vorbehalten, so hat eben dieser Feind mit unterschiedlichen Gesichtern die Fotowelt verändert. Nicht zum Guten. Und der Feind hat viele Namen: instagr.am, Hippstamatic und wie sie alle heißen.
Endlich ist es soweit: Selbst Sparkassenazubi Klaus-Georg kann den heimischen Kaffeekranz mit Großtante Getrud und Opa Hartmut zu einer hippen Episode in seinem sonst so trostlosen Leben machen. Apfelkuchen mit Sahne wird so zum Objekt künstlerischer Begierden. Allen Klaus-Georgs, hippen Städtern und anderen kann ich nur einen guten Tipp geben: Lasst es. Momente werden nicht cooler, nur weil sie durch 10 verschiedene Filter gejagt werden. Ihr wollt epische Momente erleben? Dann geht raus. Ihr wollt Fotos machen, die wie analoge Fotos aussehen? Dann heißt es jetzt: Bitte hinsetzen, jetzt kommt ein Tipp. Benutzt. Eine. Analoge. Kamera.
PS: Der Fairness halber muss ich zugeben, dass sich auch ein Bild via instagr.am bei uns finden lässt. Asche auf mein Haupt dafür, aber Meinungen entwickeln sich. Und das Bild ist nun ein tolles Beispiel dafür, wie man einen Nonsens-Moment einen ach so künstlerischen Touch verleiht. Hier ist es:

2 Comments
1 Martin wrote:
Du bist ein verdammter Freak!^^
Lass mal wieder was von dir hören :)
2 skar wrote:
You´ve got Mail. Du klingst ein wenig so, als fühltest du dich ertappt :D