Als ich heute bei Spiegel Online vorbeischaute, stolperte ich über einen Artikel, der auf den ersten Blick eher beängstigend als humoristisch ist. Doch als Freund des schwarzen Humors und Unterstützer des Absurden kam ich nicht umhin, laut zu lachen. Der Artikel drehte sich um eine neue Methode von Terroristen, Bomben in sicherheitskritische Bereiche zu schmuggeln. Der Clou an der Geschichte: Sie transportieren die Bombe in ihrem Körper. Doch ein Abschnitt des Artikels ließ mich trotz des ernsten Themas losprusten:
„…den Sprengsatz, dessen Zünder sich offenbar im Darm des Terroristen befand.
Das explosive Material war den Berichten zufolge in kleinen Bündeln enthalten, die nicht aus Metall bestanden. Welches Material der Attentäter zur Explosion gebracht hatte, wird derzeit noch untersucht.
Den Berichten zufolge hatte der Terrorist die 40 Stunden vor dem Anschlag nicht gegessen oder getrunken, um die Kraft der Explosion nicht zu mindern.“
In der doch eher homophoben islamistischen Terrorszene gibt es also wirklich überzeugte Selbstmordattentäter, die sich 500 Gramm Sprengstoff in den Hintern schieben. Ich wäre mal über die theologische Herleitung gespannt, wie es mit dem Glauben vereinbar ist, sich Sprengstoff in den Hintereingang zu stopfen… aber naja, muss ja jeder selber wissen! Der nächste Abschnitt führte einerseits dazu, dass ich meinen Monitor von einigen Speicheltropfen reinigen musste, die bei dem Lachanfall explosionsartig meiner Rachenhöhle entfleuchten. Andererseits beruhigte er mich, denn die Bedrohung durch Terroristen mit Bomben im Arsch ist dann wohl doch eher theoretisch:
„Dass Bin Naif nur leicht verletzt wurde, obwohl der Sprengsatz direkt neben ihm detonierte, führen Experten darauf zurück, dass die Wucht der Explosion sich nur nach unten entlud.“
Da bekommt der Spruch „Mir sitzt ein Furz quer“ eine ganz neue Bedeutung. In diesem Sinne: Frohe Verrichtung an alle Hintertür-Terroristen.