Es ist Anfang September und vor einigen Tagen sorgte der meteorologische Herbstanfang nicht nur für etwas Abkühlung, sondern deutete auch zielsicher darauf hin, dass die Bundestagswahlen sich heimlich angeschlichen haben. Kaum bemerkbar, kleidet sich unsere Angie doch in wärmenden Stücken aus Stille, Ignoranz und Hinhaltementalität. Und auch die SPD ist damit beschäftigt, sich an die unteren zweistelligen Prozentzahlen zu gewöhnen, während Die Linke bereits in einigen Landtagswahlen erstaunlich gut abschnitt. Für den überdurchschnittlichen Otto Normal dürften nun Spiele mit der Farbpalette anstehen: Rot-Rot-Grün, Schwarz-Gelb oder andere Konstellationen scheinen möglich. Doch auch der geneigte Erdkundler darf in die politische Diskussion idyllische Worte wie „Jamaika“ einwerfen.
Doch hinter den Kulissen unseres Landes spielt sich ein viel elementareres Ereignis ab: „Wanneeickel statt Jamaika“ könnte der geneigte Kleingartenfan frohlocken und so unrecht hat er nicht. Zwar spielt sich das folgende Spektakel in der Hauptstadt statt, doch erinnert es mit enormer Penetranz an Gartenzwerg und alteingesessene Vereinsvorsitzende (die sind ja an sich schon ein Blogeintrag wert!). Der nicht unbedingt als Intellektuellenblatt verschrieene Berliner Kurier ruft auf seiner offiziellen Seite zu einer besonderen Wahl auf: Seine Leser sollen den schönsten Hund Berlins küren und für den Beitrag wurde eine Headline spendiert, die den durchschnittlichen zugekoksten Werbetexter zum Jubilieren bringen dürften:
Deutschland wählt… den HUNDESKANZLER!