Als jemand, der gerne beruflich und in seiner Freizeit mit Videospielen zu tun hat, sträuben sich mir schon längst nicht mehr bei jeder Pauschalkritik die Nackenhaare. Doch was nun in einem Bericht von heise.de deutlich wurde, sprengt die Grenzen des Populismus und ist ein Monument der Scheinheiligkeit:

Wir Zocker sind in der Diskussion um unser Hobby in der Öffentlichkeit und Politik nun schon einiges gewohnt und es braucht schon etwas Besonderes, um einen gestandenen Redakteur in dieser Debatte zum Kopfschütteln zu bringen. Doch die Politiker der Stadt Nürnberg haben es geschafft: Aufgrund des Amoklaufs in Winnenden haben sie das Nürnberger Lan-Event des Intel Friday Night Game abgesagt. Doch mit der Veranstaltung sagten sie gleichzeitig auch ein Projekt ab, dass deutschlandweit bereits große Beachtung gefunden hat: die Eltern-Lan.

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Wenn ihr die News gelesen habt, wisst ihr, wieso mir so der Kamm schwillt. Es ist nicht nur ein unglaubliches Zeichen für Ignoranz gegenüber einer Jugend- und Erwachsenenkultur, sondern zeigt – und das ist noch trauriger – was Lobbyarbeit in Deutschland eigentlich wirklich bedeutet: Aufklärungskampagnen, von Branchen, die keine machtvollen Verbände haben: NEIN. Die weltgrößte Waffenmesse nur zwei Tage nach dem Amoklauf in Winnenden: ABER JA!